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Seit Oktober 2011 gibt es eine neue Abendstunde der Abteilung Breitensport – es gibt jetzt auch Step Aerobic beim FVH.
Wer Lust hat sich zur Musik zu bewegen - etwas für sein Herz-Kreislaufsystem und die Koordination zu tun - die Muskulatur zu trainieren und dabei noch Spaß zu haben ist hier genau richtig:

Montags von 19.00 Uhr bis 20.00 Uhr
Step-Aerobic für Anfänger, Wiedereinsteiger oder Fortgeschrittene – das Musiktempo ist nicht ganz so hoch.

Donnerstags von 20.00 Uhr bis 21.00 Uhr
Step-Aerobic für Fortgeschrittene – das Musiktempo entspricht dem der Dance Charts

es freut sich:
Übungsleiterin Steffi Leonhard, Hauptstr. 34,  55585 Hochstätten
Tel. 06362-3910

FV Hochstätten – Abteilung Breiten- und Freizeitsport

Seit 1980 gibt es im Fußballverein Hochstätten eine Abteilung Gymnastik und seit 1995 darin zwei Gruppen: Die „Abendgruppe“ und die Gruppe „50 plus“. Beide Gruppen werden von Männern und Frauen besucht. In unseren Übungsstunden stehen neben der Gesundheit auch Spaß und Geselligkeit im Vordergrund. Die Gesundheit wird z.B. durch rückengerechte Übungen, Koordinations- und Bewegungstraining gefördert, das allgemeine Wohlbefinden u. a. durch Entspannungsübungen und Massagen, die körperliche Leistungsfähigkeit z. B. beim Stationentraining.  Spaß bei Spielen und Abwechslung durch neue Übungstrends sind genau so wichtig wie die  Geselligkeit bei gemeinsamen Ausflügen und Festen.

Wer Interesse hat mitzumachen, kann gerne zu „Schnupperbesuchen“ kommen. Wir trainieren immer montags im Gemeindesaal am Bahnhof:

-      „60plus“-Gruppe von 16.00 bis 17.00 Uhr,

-      „Abendgruppe“ von 20.00 bis 21.00 Uhr.

Vor 100 Jahren, am 27. September 1919, gründeten junge Männer in Hochstätten einen Fußballverein. Ihr Ziel war es, die „körperliche Ertüchtigung“ im Mannschaftssport Fußball zu pflegen und dies gut organisiert in einem Verein zu ermöglichen. Seit mehreren Generationen ist nun der Fußballverein 1919 e.V. Hochstätten ein unverzichtbarer Teil des örtlichen Lebens auf sportlicher Ebene und im gesellschaftlichen Bereich. Eine umfangreiche Vereinschronik wurde zum 100jährigen Jubiläum vorgelegt. Einige Streiflichter aus der Geschichte:Seit mehr als zwei Generationen wird in Hochstätten Fußball gespielt. Wahrscheinlich müssten wir mittlerweile sogar schon das hundertjährige Jubiläum feiern, wenn es nur darum ginge, dass junge Leute in Hochstätten auf einer Wiese hinter einem Ball herliefen und versuchten, beim Gegner ein Tor zu erzielen. Erfasst werden kann hier aber nur das Fußballspielen im Verein. Eine Chronik des Vereins kann an dieser Stelle nicht geschrieben werden. Wir müssen uns mit einigen Streiflichtern begnügen, die zwangsläufig lückenhaft bleiben. Sie werden hoffentlich auch in dieser Unvollständigkeit einen Eindruck von den Leistungen der Menschen in unserem Fußballverein und von den Veränderungen in diesem dreiviertel Jahrhundert vermitteln können.

Die Vereinsgründung

Die sportliche Betätigung wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts auch in den Dörfern der Nordpfalz immer bedeutender. Das Messen der eigenen Fähigkeiten mit anderen, der Ausgleich für die alltäglichen Mühen, die Geselligkeit und Kameradschaft mit gleichgesinnten waren die wichtigsten Gründe dafür.  Am 8. Juni 1911 wird ein "Turnverein Hochstätten e.V." beim Amtsgericht in Obermoschel in das Vereinsregister eingetragen. Der Verein war am 8. Februar 1911 gegründet worden und hatte sich "eine möglichst allseitige Ausbildung des Körpers und sittliche Förderung seiner Mitglieder" zum Ziel gesetzt. Der Turnverein bestand bis zur Zusammenlegung mit dem FVH in den dreißiger Jahren.   Neben dem Turnen und der "Athletik" war in dieser Zeit auch die Begeisterung für den Fußballsport groß, wie uns die Festschrift zum 50. Jubiläum des FVH berichtet. Junge Männer wie Philipp Schneider, Willi Unkrich, Emil Lamb und Christian Schwab sammelten Geld für einen Fußball und schossen sich das Leder in ihrer Freizeit auf dem Bahnhofsgelände zu.   Nach Kriegsende 1918, als die jungen Männer wieder in ihre Heimat zurück gekehrt waren, war es unbefriedigend, weiterhin nur so unorganisiert "herumzukicken". Die Idee einen Fußballverein zu gründen, nahm Gestalt an. Schließlich wollte man seine Kräfte mit anderen Mannschaften messen.   Im Sommer 1919 wurde dann der Fußballverein Hochstätten gegründet. Gründungsmitglieder waren Otto Christmann, Edmund Felsenthal, August Kunz, Richard Lamb, Andreas Leonhard, Willi Schmidt, Robert Schneider und Hans Seib. Vorsitzender wurde Willi Schmidt. Hinzu kamen dann Theo & Karl Schneider, Karl Leonhard, Karl Kron, Albert Schick und Heinrich Unkrich.   Monatlich wurden 10 Pfennig Beitrag erhoben. Geld für Trikots war nicht vorhanden und man beschaffte sich eine schwarze Sporthose und ein weißes Hemdchen mit Abzeichen. Auch die Fußballschuhe kaufte sich jeder selbst. Von dem kleinen Beitrag konnte man nur die Bälle bezahlen. Leider war noch kein Sportplatz vorhanden und man trainierte auf den Wiesen Vorhoien. Einem Verband gehörte der schwache Verein noch nicht an und es kam nur ab und zu ein Freundschaftsspiel zustande. Das erste fand gegen Alsenz statt und ging mit 11:0 verloren. Der Mut sank aber nicht und beim Spiel gegen die zweite Mannschaft von Ebernburg verlor man nur 4:2, was schon als großer Aufschwung angesehen wurde. Fahrtauslagen gab es nicht, denn man ging begeistert zu Fuß oder benutzte das Fahrrad. Beim passiven Widerstand z.B. marschierten die Aktiven zu einem Spiel gegen Odernheim geschlossen hin und zurück. Im Jahre 1927 wurde auf dem Vogelfang mit eigenen Kräften ein Fußballplatz notdürftig hergerichtet und der Verein trat nun in die Kreisklasse ein. Der neu geschaffene Platz war aber zu abgelegen, steinig und hängig, sodass man von 1930 an wieder auf den Wiesen spielte.

Schwierige Anfangsjahre

Der Spielbetrieb in den zwanziger Jahren unterschied sich recht deutlich von dem heutigen. Nicht nur, dass die Rahmenbedingungen wie Sportplatz, Sportheim, Ausrüstung und Transportmöglichkeiten schlecht oder zeitweise gar nicht vorhanden waren- auch regelmäßige Spiele waren noch nicht durchgehend möglich.   Allmählich wurde der Sportbetrieb in den folgenden Jahren regelmäßiger. Die Hochstätter Fußballer nehmen in der Spielzeit 1927/1928 an den Verbandsspielen des Kreises Rockenhausen teil. Zu den Gegnern gehören Alsenz, Enkenbach, Weidenthal und Marnheim. Die Zahl der Spiele blieb, mit heute verglichen, recht gering. Die Winterpause dauerte mehrere Monate und im Sommer konnten viele Vereine - wie auch der FVH -, die nicht über eine eigene Spielfläche verfügten, nur so lange auf den Wiesen spielen, wie der Bewuchs es zuließ. Nach der Heuernte ging es dann meist erst im September weiter.  Oft war es auch schwierig, zu den entfernt gelegenen Spielorten zu kommen. Per Bahn, manchmal mit dem Auto, seltener mit dem Bus, oft aber mit dem Fahrrad oder zu Fuß wurden die Wege zu den Auswärtsspielen zurückgelegt.   Ende 1931 wird der Fußballverein ein "e.V." Zuvor hatte die Generalversammlung am 29.8.1931 eine Satzung genehmigt, aus der auch das genaue Gründungsdatum ersichtlich wird: Demnach ist der FVH am 27.9.1919 gegründet worden.  Ab April 1932 konnte der Verein den von der Reichsbahn ausgebeuteten Steinbruch an der Straße nach Alsenz pachten. Dort wurde aus eigener Kraft, mit Zuschüssen des Fußballverbandes und der Gemeinde sowie mittels eines Darlehns ein Hartplatz angelegt. Genau 60 Jahre, bis 1992, wurden die Fußballspiele in Hochstätten dort ausgetragen. Der Platz litt allerdings von Anfang an darunter, dass er nicht ganz den vorgeschriebenen Maßen entsprach. Trotzdem kam mit der Möglichkeit, regelmäßig zu trainieren, auch der sportliche Erfolg.

Im "Dritten Reich"

Für die Zeit des Nationalsozialismus, des zweiten Weltkriegs und die Nachkriegszeit hat auch die Überlieferung Lücken.   Am Freitag den 26. Mai 1933 fand im Nebenzimmer der Wirtschaft Leonhard eine Besprechung der Vorstandschaften des Turn- und Fußball- Vereins statt. Diese hatte den Zweck eine Vereinigung beider Vereine in die Wege zu leiten. Nach eingehender Aussprache kam eine dementsprechende Verständigung zustande. Ursache und Anlass dieser Maßnahme war die politische Einigung und Änderung im Deutschen Reich.  Der Kreisklassenverein FV Hochstätten hatte je eine Jugend- und Aktivenmannschaft, die auch Leichtathletik trieb. In der Sommerpause fanden seit 1932 leichtathletische Wettkämpfe statt. Die Fußballer nahmen an Rundenspielen teil und führten Freundschaftsspiele durch, und manche Anekdote verbindet sich noch mit den Fahrten nach auswärts, die immer eine Abwechslung in den Alltag brachten. Die älteren Mitglieder wissen so manches "Stickelche" zu erzählen!  Das Kassenbuch von 1935 gibt uns einige Einblicke in die damalige Lage. Die Auslagen des Schriftführers Karl Kron betrugen 11,90 Mark für ein halbes Jahr und alles ist fein säuberlich aufgelistet. Von den Postkarten für 6 Pfennig, mit denen üblicherweise die Spielvereinbarungen getroffen wurden, über Spielberichtsformulare bis zu Briefen an den DfB in Berlin, der in einer Mahnung 3,- Mark Strafgebühren "wegen Nichtteilnahme an den Jugendpflichtspielen" einfordert, findet sich dort so manches. Ein Arbeitstag auf dem Sportplatz wurde mit 3,- Mark entlohnt, ein Schiedsrichter kostete pro Spiel etwa das gleiche; Karl Leonhard, Weinbau und Weinversand, berechnete für einen Zentner Kalk zum Ausstreuen der Markierungen 2,- Mark, und die Schuhmacherei Theodor May stellt für das Flicken von Fußbällen 50 Pfennig pro Ball in Rechnung.  Die "Lustbarkeitsveranstaltungen" des Vereins waren auch finanzielle Erfolge. So blieben z.B. von einem Maskenball am 10.2.1935 bei Einnahmen von 102,- Mark ein Überschuss von 49,96 Mark übrig. Beliebt und viele Jahre veranstaltet war die Tanzmusik an Ostern und Pfingsten, wobei nachmittags zuvor ein Fußballspiel stattfand. Am 2. Ostertag 1935 war dies so: Zuerst spielte Hochstätten gegen Fürfeld, abends war Tanz, und für den Verein blieben 77,69 Mark übrig. Damit konnte dann u.a. der Vereinsdiener bezahlt werden, der 2,- Mark für das ganze Jahr erhielt.  Die etwa 60 Mitglieder im Jahre 1937/1938 wurden immer wieder zu Spenden z.B. für die "Nationalsozialistische Volkswohlfahrt", zu Sammelaktionen oder zum Bezug von Zeitschriften aufgefordert. Unter anderem war der Kicker abonniert, der auch die amtlichen Mitteilungen des DfB enthielt und 86 Pfennig pro Monat kostete.  1937 wurde der Vorsitzende Eugen Lintgen durch Karl Kron abgelöst, der zugleich Kassierer war. Das Protokoll der Generalversammlung vom 23.1.1937 verzeichnet Georg Wesel als 2. Vorstand, Hermann Schneider als Schriftführer und Lehrer Karl May als Jugendleiter. Eine Kappensitzung sollte abgehalten werden, und zum Schluss heißt es im Protokoll: "Der Vereinsführer Karl Kron schloss die Versammlung mit einer Mahnung an die Jugend sowie Neuwerbung von Mitgliedern. Bis zur nächsten Generalversammlung soll mindestens jeder ein neues Mitglied geworben haben. Die Versammlung fand ihren Schluss mit einem dreifachen Sieg- Heil auf Führer und Volk.  Der Werbeaufruf hatte einen realen Hintergrund, denn einen Monat später teilt der Schriftführer des FVH dem Fußballklub Alemania Mannheim - Rheinau mit, dass ein vorgesehenes Spiel an Pfingsten nicht stattfinden kann. "Zurzeit haben wir keine 1. Mannschaft mehr, da sie alle bis auf 5 ältere Spieler zur Ablegung ihrer Militärdienstzeit eingezogen sind. Auch auf finanzieller Seite wäre es uns nicht möglich, Ihnen einen Teil Ihrer Reisekosten zu ersetzen."  Als Ergänzung und Ausgleich zum Fußball wurde immer auch Leichtathletik betrieben. Bei den "Alsenztal-Kampfspielen" am 5. September 1937 auf dem Hochstätter Sportplatz wurden gute Leistungen auch von den Hochstätter Sportlern erreicht. Sieger waren u.a. Hermann Schneider (100 Meter in 11 Sekunden), Karl Beck (800 Meter in 2.16,2 Min.), Ludwig Heblich (Keulenwerfen 57,60 m und Kugelstoßen 11,12 m) sowie Julius Jutzi (Hochsprung 1,60 m und Diskuswerfen 29,68 m).  In den Kriegsjahren kam der Spielbetrieb ganz zum Erliegen. Die meisten Aktiven waren zum Militär eingezogen, und einige mussten ihr Leben "im Felde" lassen.

Nachkriegsjahre

Die Militärregierung der französischen Besatzungszone, die nach der Kapitulation am 8. Mai 1945 die Befehlsgewalt und unserer Region seit dem 10. Juli 1945 übernahm, hatte größere Probleme zu lösen als den Sport wieder aufzubauen. Da die Sportverbände alle mit den nationalsozialistischen Organisationen gleichgeschaltet waren, wurden sie sofort verboten. Auch die Menschen hatten zunächst andere Sorgen. Trotzdem regt sich ein Jahr nach Kriegsende wieder der "Sportgeist", der FVH ist wieder aktiv.  Der 1.FC Kaiserslautern fragt am 28. Juli 1946 an, ob es nicht zu einem Spielabschluss; mit einer Ihrer Jugendmannschaften und unserer 1. Mannschaft kommen könnte. Es war dann doch nicht so einfach, das Spiel zu organisieren. Am Ostersonntag 1947 fand eine "Juniorenbegegnung" FVH - 1.FCK statt. Nach einer 3:2 Halbzeitführung der Hochstätter gewann der 1.FCK am Ende mit 5:3 Toren. Spielbegegnungen dieser Art waren für Vereine aus der Stadt zu dieser Zeit auch deshalb interessant, weil es auf dem Land mehr zu futtern gab. Viele Anfragen nach Freundschaftsspielen enthalten denn auch Hinweise auf die Verpflegung, die man hier erbittet.  Einen ungewöhnlichen Spielpartner hatten die Hochstätter in dieser Zeit: Am Ostermontag wurde ein Freundschaftsspiel gegen die Lagermannschaft des Kriegsgefangenenlagers Bretzenheim ausgetragen, und am 11.4.1948 gab es eine weitere Begegnung beider Mannschaften, welches der FVH mit 7:5 gewann.  Nach der französischen Besatzungszeit wurde am 18. Mai 1947 der erste Rheinland- pfälzische Landtag gewählt. Zeitgleich wurden die Amateurklassen A und B gebildet, und mit Hilfe von Zuschüssen des wieder bestehenden Fußballverbandes konnte noch in diesem Jahr der Sportplatz ausgebaut werden. Durch wiederum erhebliche Eigenleistungen wurde der Platz vergrößert, doch er war immer noch relativ klein.

Normalbetrieb

Neben den Fußballern gab es auch eine Damen- Handballmannschaft, die im Sommer 1948 in der Verbandsrunde startet. Bei den Fußballern sind einige für die Kreisauswahl des Landkreises Rockenhausen nominiert: Die Namen Döring, Büner, Lintgen, Schwab und Beisiegel werden in den Aufstellungen 1948/49 genannt. Die einzige aktive Mannschaft des FVH spielte in der B-Klasse auf den vorderen Plätzen mit und konnte 1949 den Aufstieg in die A-Klasse erreichen.  Mit steigendem Zuschauerinteresse und langsam wachsenden Einnahmen konnte jetzt ein Umkleidehäuschen aufgestellt werden. Zwei Jahre später war dann auch eine Platzumzäunung möglich, die aber immer wieder geflickt und erneuert werden musste. Mit dem allmählichen Wirtschaftsaufschwung verbesserte sich auch die Lage des FVH.  Bis zum Spieljahr 1962/1963 konnte sich die Mannschaft in der A-Klasse halten. In dieser Zeit wurde 1956 die Pokal-Meisterschaft durch einen Sieg gegen Langmeil errungen. Die Zahl der aktiven Spieler und der Mannschaften nahm stetig zu. Ab der Spielzeit 1963/1964 musste der FVH in der neu eingerichteten C-Klasse des Kreises Rockenhausen spielen. Nach einem Jahr wurde der Aufstieg geschafft und die Meistermannschaft konnte mehrere Jahre gute Plätze in der B-Klasse belegen, ohne das aber ein weiterer Aufstieg gelang.  Der Aufschwung in Deutschland bildet sich auch in unserem Verein ab. In den sechziger Jahren trat neben die aktive Mannschaft eine Jugendmannschaft und zum fünfzigjährigen Jubiläum konnte stolz auf 44 Aktive und 81 passive Mitglieder verwiesen werden.  Stolz konnte man auch auf die Investitionen sein, die am Sportplatz getätigt wurden. 1968 wurde der Umkleideraum neu hergerichtet, Wasser und Licht zum Fußballplatz gelegt und Flutlicht installiert. Die Schulden, die trotz der Zuschüsse von Gemeinde, Kreis und Verband noch blieben, konnten durch die Einnahmen aus gut besuchten Maskenbällen bald abgebaut werden.

Von Jubiläum zu Jubiläum: 1969 -1994

Unmittelbar nach dem fünfzigjährigen Jubiläum wurden die Planungen für ein Clubheim angestellt. Kurt Wendling fertigte die Pläne, und bereits am 1.9.1970 lag die Baugenehmigung für das neue Clubheim vor. Damit war dem Verein eine große Aufgabe gestellt, denn der eigentliche Zweck ist ja Fußballspielen, nicht die Erstellung eines Gebäudes oder der Wirtschaftsbetrieb "um den Fußball herum". Trotzdem ist beides notwendig; der Verein kann sich und damit den Spielbetrieb sonst nicht finanzieren.  Nach einer Bauzeit von fünf Jahren ist das Clubheim im August 1975 endgültig fertig und wird eingeweiht. Damit wird das Vereinsleben spürbar verbessert. Zum ersten Mal haben die Fußballer des FVH ein eigenes Zuhause. Die Veranstaltungen des Vereins, die Generalversammlungen und Weihnachtsfeiern konnten nun im eigenen Hause durchgeführt werden. Bei den Heimspielen ist jetzt eine ordentliche Bewirtschaftung möglich. Diese wird in den letzten Jahren mehr und mehr von den Frauen der Aktiven übernommen.  Was die "Gewohnheit" betrifft, so war der Zustand des Platzes eher berüchtigt als berühmt. Bei Regen funktionierte die Drainage nur unzureichend, es gab gerade im Winter häufig Absagen oder regelrechte Schlammschlachten. Nachdem Felsbrocken von der Felswand im Westen des Platzes auf dem Spielfeld landeten, wurde über Sicherungsmaßnahmen an den Felsen nachgedacht. Aber weder ein Absprengen, das auch das Clubheim demoliert hätte, noch andere Überlegungen waren umsetzbar, d.h. zu bezahlen. Zudem ist eine Vergrößerung des Spielfeldes aus topographischen Gründen nicht machbar. Der Platz war mit 90 x 55 m eigentlich unterhalb der üblichen Maße. Zudem liegt die Haftung für mögliche Unfälle beim Verein - wer will dies auf sich nehmen? Andererseits: Wie viel Arbeit, Energie und Herzblut hängt in diesem Sportplatz!  Im Sommer 1985 fuhren dann Vereins- und Gemeindespitze ins Innenministerium, legten Fotos und Planskizzen vor und konnten die Vertreter des Landes Rheinland-Pfalz schließlich überzeugen, dass der Neubau eines Sportplatzes notwendig wird. Zuvor hatte das Land signalisiert, dass angesichts der äußeren Bedingungen ein Zuschuss zur Platzsanierung nicht gewährt wird. Die Überlegungen, einen neuen Fußballplatz zu bauen, wurden dann immer konkreter. Wegen des Aussiedlerhofes und der damit verbundenen Immission konnte das Neubaugebiet "Am Kreuz" nicht erweitert werden. Die Flächen direkt am Ortsrand boten sich damit für die neue Sportanlage an, und der Gemeinderat beschloss den notwendigen Bebauungsplan. Den Grunderwerb übernimmt die Gemeinde, doch zu größerer finanzieller Beteiligung sind im Gemeindehaushalt keine Mittel vorhanden. Der Verein hat sich um die Finanzierung bemüht und durch den Verkauf des "alten Clubheims" den Bau eines neuen ermöglicht. Der Sportplatz wird neben den Eigenmitteln letztlich nur durch die Unterstützung des Landes mit Mitteln aus dem "Goldenen Plan" und durch Zuschüsse des Landkreises Bad Kreuznach realisierbar.  Dem Baubeginn mitten im Winter 1990 folgten eineinhalb arbeitsreiche Jahre. Dank der Mithilfe des SWFV und dessen Maschinen kann der Platz bereits im Juli 1992 eingeweiht werden. Viele aktive, etwas weniger die nicht mehr aktiven Mitglieder beteiligten sich an den Arbeitseinsätzen.  Manche Zweifel waren bis zuletzt geblieben, ob sich solch eine Investition überhaupt lohnen würde. Gibt es überhaupt noch Nachwuchs, der dort Fußball spielen will? Wie kann das alles finanziert werden? Dem endgültigen Beschluss der Generalversammlung 1989, den Schritt in die Zukunft zu wagen, war also ein langer Prozess der Meinungsbildung vorausgegangen. Diese Entscheidung ist letztendlich auch der umsichtigen Führung vom langjährigen Vorstand Hans Unkrich zu verdanken. Am 17.7.1992 konnte er zufrieden zusehen, wie sein Sohn Frank das Band bei der Platzeinweihung durchschnitt.

Die sportliche Entwicklung 1969 -1994

Das Jahr des fünfzigjährigen Jubiläums war auch das Jahr der Verwaltungs- und Gebietsreform. Hochstätten "wanderte" politisch zum Kreis Bad Kreuznach, doch Fußball wurde zunächst weiter im neu formierten Donnersbergkreis gespielt. In der B-Klasse Rockenhausen konnte man sich im Mittelfeld halten, doch 1977 wurde dann auch auf der sportlichen Seite der Kreis gewechselt. Trotz des Wechsels in die B-Klasse Bad Kreuznach Ost blieben bis heute viele Beziehungen Alsenz aufwärts erhalten. Freundschaftsspiele und Turniereinladungen belegen dies bis heute.  An der Nahe wehte wohl ein schärferer Wind, so dass im Sommer 1980 der Abstieg in die C-Klasse nicht mehr abzuwenden war. Vor 400 Zuschauern im Kreuznacher Möbusstadion verlor der FVH das Entscheidungsspiel gegen Wallhausen mit 1:4.  Die Stimmung war aber nicht dauerhaft getrübt und die nächsten Jahre waren durch kontinuierliche Aufbauarbeit, auch im Jugendbereich, gekennzeichnet. Die Hochstätter Mannschaft war im Gegensatz zu anderen in unserer Region keine zusammengeworbene und -gekaufte Truppe, sondern bestand überwiegend aus Einheimischen. Diese Entwicklung konnte in jüngster Vergangenheit leider nicht fortgeführt werden. Mit einer verjüngten Mannschaft wurde 1985 die Meisterschaft der C-Klasse errungen und damit der Wiederaufstieg in die B-Klasse.  Auch in den folgenden Jahren ging es weiter aufwärts und nach dem Umzug auf das neue Sportgelände wurde in der Saison 1992/93 die Meisterschaft in der B-Klasse Bad Kreuznach Ost und damit der Aufstieg in die A-Klasse errungen. Voraussetzung hierfür waren unter anderem auch die Trainings- und Spielbedingungen auf dem sehr guten Hartplatz und die Kameradschaft der Spieler.  So wie sich der Spielbetrieb verändert hat, wandelt sich auch das Angebot im FV Hochstätten. Seit Mai 1980 besteht eine Abteilung Damengymnastik, die nicht nur viele Mitglieder für den Verein gewinnen konnte, sondern auch mit einem vielseitigen Programm für Frauen etwas für die Gesundheit tut.

Der FVH 1994-2019

Die 75-Jahr-Feier 1994 findet mit einer großen Sportwoche im August und einem Festkommers am 1. Oktober 1994 breite Resonanz. Der Vereinsvorsitzende Hans Unkrich dankt den Abteilungsleitungen: Im Fußball Alfred Kreischer, Jugend Ernst Ludwig, Damengymnastik Elke Heil, Wandern Kurt Wendling, Fastnacht Angelika Jung. Den Verdienst des Aufstiegs schreibt er der Arbeit von Trainer Fred Spuhler zu. Sorgen machen ihm die immer weniger ertragreichen Maskenbälle und die aufwändige Jugendarbeit. Die Finanzen bleiben schwierig, wenn auch der Verkauf des alten Clubheims ermöglicht hat, die Verbindlichkeiten für den Sportplatzbau abzutragen. Es bleibt aber das neue Sportheim zu finanzieren, und das über Darlehen. Ende 1994 steht der Verein mit 132.000.- DM in der Kreide – bei einem Sportheimbau von über 300.000.- DM eigentlich nicht viel, aber für einen kleinen Dorfverein schon mächtig. Zuschüsse werden keine beantragt, weil das mehrere Jahre dauert und ein Sportplatz ohne Umkleiden und Duschen für die Spieler unzumutbar wäre. Der Bau geht rasch voran, und im Juli 1995 wird drei Tage lang die Einweihung des neuen Clubheimes gefeiert.

Nicht genug damit: Die Ansprüche steigen, auch bei den Amateuren, und Kinder und Jugendliche finden Fußball auf der roten Erde des Hartplatzes nicht sehr attraktiv. In den Jahren nach der Jahrtausendwende wird das Thema Rasenplatz immer wieder diskutiert, und 2007 billigen die Mitglieder den Finanzplan (immerhin 70.000.- €) zum Umbau des Platzes zum Rasenplatz. Parallel baut die Gemeinde weitgehend in Eigenleistung einen Bolzplatz neben den Sportplatz, um für die Kinder und Jugendlichen aus dem Dorf eine immer nutzbare Spielfläche zu haben. 2008 wächst der Rasen, und 2009 kann die Einweihung des Rasenplatzes am 22. und 23. Mai 2009 stattfinden, mit unterhaltsamen, nicht immer ganz ernst gemeinten Spielen.

Eigentlich bräuchte man einen weiteren Trainingsplatz, denn ein Rasenplatz allein für mehrere Mannschaften ist besonders im Winter schwierig und nicht ausreichend. Der ist in Hochstätten nicht realisierbar, und das Problem löst sich erst 2012 mit der Gründung der Spielgemeinschaft Alsenztal (SGA) mit dem TuS Alsenz. Die neue SGA spielt ab 2012/13 auf dem Ticket des FVH weiter in der Bezirksliga Nahe. Zudem sind immer wieder sportliche Erfolge zu verzeichnen. Der FVH spielt gekonnt die Rolle des „Pokalschrecks“ und gewinnt 2001 den Bezirkspokal, wirft 2005 drei Landesligisten aus dem Pokal und scheitert erst gegen den Verbandsligisten SC Idar, und 2012 wird der Kreispokal geholt. Die wechselvolle Geschichte der ersten Mannschaft mit Abstiegen bis in die Kreisliga endet mit dem Rasenplatz und neuen Kräften. 2011 in die Bezirksklasse, 2013 weiter in die Bezirksliga. Zwei Abstiege und zwei Aufstiege in vier aufeinander folgenden Spielzeiten! Da soll noch einer sagen, Fußball in Hochstätten wäre langweilig.

In der SG Alsenztal, der auch 2015 die Fußballer aus Niedermoschel beitreten, kann mit breiterem Angebot mit drei Mannschaften gespielt werden. Die aus der Jugendspielgemeinschaft (JSG) Alsenztal bekannte Kooperation in der Nordpfalz bewährt sich auch hier. Am Ende der Spielzeit 2015/16 steht der größte Erfolg der Vereinsgeschichte: Die SGA wird souverän Meister der Bezirksliga Nahe und steigt in die Landesliga West auf. Das „Abenteuer Landesliga“ bleibt aber auf die Saison 2016/17 begrenzt. Die Landesliga West war, auch nach einigen unglücklichen Spielen, nicht zu halten. Am Ende bedeutet Platz 15 den Abstieg. Im Überblick der Abschlusstabellen kann die Entwicklung der letzten 25 Jahre verfolgt werden:

Übersicht: Abschlusstabellen der Spielzeiten 1993/94 bis 2018/19

Spielzeit Klasse Stand am Saisonende
Bemer- kungen Tore Punkte Platz
1993/94 A-Klasse Nahe 52:48 26:34 9
1994/95 A-Klasse Nahe A-Klasse wird Bezirks-klasse 34 12
1995/96 Bezirks-klasse
Nahe-Ost
Abstieg: Tabellen-vorletzter 27 15
1996/97 B-Ost
(Kreisliga)
Aufstieg in Bezirks-klasse Ost 54 2
1997/98 Bezirksklasse
Nahe
36 11
1998/99 Bezirksklasse
Nahe
29 14
99/2000 Bezirksklasse
Nahe
54 4
2000/01 Bezirksklasse
Nahe
Bezirkspokal sieger Nahe 57 3
2001/02 Bezirksklasse
Nahe
Aufstieg in Bezirksliga Nahe 57 2
2002/03 Bezirksliga
Nahe
67:72 42 9
2003/04 Bezirksliga
Nahe
80:34 70 3
2004/05 Bezirksliga
Nahe
57:48 48 5
2005/06 Bezirksliga
Nahe
51:52 40 10
2006/07 Bezirksliga
Nahe
45:61 35 13
2007/08 Bezirksliga
Nahe
60:75 41 8
2008/09 Bezirksklasse Kreuznach-Ost Abstieg: Tabellen letzter 28:92 12 15
2009/10 Bezirksklasse Kreuznach-Ost Erneuter Abstieg 45:97 29 15
2010/11 Kreisliga
Nahe-Ost
Direkter Wieder-aufstieg 208:27 85 1
2011/12 Bezirksklasse Kreuznach-Ost Aufstieg
Weiter in der SG Alsenztal
92:39 72 2
2012/13 Bezirksliga
Nahe
Kreispokal sieger 79:45 52 5
2013/14 Bezirksliga
Nahe
67:61 47 7
2014/15 Bezirksliga
Nahe
84:27 66 3
2015/16 Bezirksliga
Nahe
Aufstieg in Landesliga 80:27 66 1
2016/17 Landesliga
West
Abstieg: Tabellen-vorletzter 39:83 20 15
2017/18 Bezirksliga
Nahe
59:81 46 6
2018/19 Bezirksliga
Nahe
Pokalsieger 2018 der VG Bad Kreuznach

Der FVH stellt sich in den letzten drei Jahrzehnten insgesamt immer besser auf, wie der Breitensport zeigt. Zu den beiden  gemischten Gymnastikgruppen kommt seit 2012 eine weitere Gruppe mit Step-Aerobic. Seit 2014 bietet Steffi Leonhard immer wieder zehnstündige Präventionskurse "Haltung und Bewegung nur für Männer" an, die mit dem Siegel „Pro Gesundheit“ zertifiziert sind und von Krankenkassen bezuschusst werden. Der FVH erhält im September 2017 als erster Verein im Kreis Bad Kreuznach das Zertifikat „Seniorenfreundlicher Sportverein“, weil die Übungsleiterinnen Elke Heil und Stephanie Leonhard ein breites Angebot für Senioren machen, das von den Teilnehmerinnen (nicht nur aus Hochstätten) sehr gut angenommen wird.

Dass der Verein mit der Fastnacht, an der Kerb und mit der Winterwanderung im örtlichen Leben zu finden ist, passt gut zu dem, was bereits die Gründer vor 100 Jahren begannen. Hierbei wird der FVH seit 1996 vom Sportförderverein unterstützt, der neue finanzielle und personelle Ressourcen erschließt. Finanziell und personell knapp bleibt es immer, wenn auch seit 2006 eine neue Führungsstruktur des Vereins mit drei gleichberechtigten Vorsitzenden den bisherigen Vorstand mit Hans Unkrich an der Spitze ablöst. Dieser wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt, nach über 40 Jahren im Vorstand (davon seit 1983 als Vorsitzender). Er verstirbt am 1. September 2018, und die damals in Arbeit befindliche Vereinschronik wird ihm gewidmet.

Im März 2019 wird die Vereinschronik „100 Jahre Fussballverein 1919 e.V. Hochstätten“ präsentiert. Auf 172 Seiten hat Karl Heil die Geschichte des Vereins beschrieben. Das Werk kann bei den Vorständen, bei Veranstaltungen im Sportheim und beim Autor für 15.- € erworben werden.

Hochstätten früher und heute

Wer an der Geschichte des Dorfes interessiert ist, kann derzeit auf zwei interessante Schriftquellen zurückgreifen: Die von Karl Beck 1994 veröffentlichte „Chronik von Hochstätten“ (Otterbach 1994, 620 Seiten) und das Heft „Hochstätten früher und heute – Ein Gang durch die Geschichte“, das Karl Heil verfasst und der Verkehrs- und Dorfverschönerungsverein Hochstätten 2017 herausgegeben hat (Hochstätten 2017, 79 Seiten). Beides ist noch beim Ortsbürgermeister zu erhalten. Aus diesem kleinen Heft wurde vom Autor der folgende Überblick zusammengestellt.

In der Gemarkung von Hochstätten lassen sich seit der Steinzeit Siedlungsspuren finden. Auch aus der Römerzeit gibt es Bodenfunde, doch die reichen nur zur Vermutung, dass es in der heutigen Ortslage an der Kreuzung zweier wichtiger Straßen eine Siedlung gegeben haben kann. Eine Siedlungskontinuität kann man seit langem annehmen, schon deutlich vor der ersten urkundlich eindeutigen Erwähnung der Siedlung im Jahre 1366, als das Dorf Hochstätten (in der Urkunde heißt es Hoenstein) von den Brüdern Konrad und Heinrich von Hohenfels, den Herren von Reipoltskirchen, dem Ritter Dietz von Wachenheim verpfändet wird – mit allem drum und dran: Gerichtsbarkeit, Wasser, Weiden, Wald, Mühle, Backhaus, dem Recht auf Einzug von allerlei Abgaben, Zinsen und anderen Einnahmen sowie der  Vogtei und Hof – mit dem direkten Besitz an Menschen.

Der Siedlungsname Hochstätten in der heutigen Schreibweise ist erst seit etwa zwei Jahrhunderten üblich. Zuvor klang es ähnlich: 1456 wird Hosteden, 1514 Hoestein, 1545 Hochstedden, 1788 Hochstetten in Urkunden genannt. Im sog. Hochstätter Weistum lässt Johann von Hohenfels im Jahre 1543 alle Rechte und Pflichten, Gebote und Verbote, Besitz- und Rechtsverhältnisse, Verordnungen und Anweisungen in einem sehr umfangreichen „Weistum“ schriftlich aufzeichnen. Es beschreibt sehr detailliert die Lebens- und Abhängigkeitsverhältnisse der Menschen. Das kleine Dorf wird wie viele andere nordpfälzischen Dörfer verkauft, verliehen, verpfändet oder gegen andere Dörfer getauscht. Dieser „Handel“ ist fast nicht überschaubar. Die Grafen vom benachbarten Rheingrafenstein, die Herren von Reipoltskirchen, die Pfalzgrafen, die Grafen von Leiningen und andere treten zwischen 1275 und 1545 als Beteiligte auf.

In dem genannten Weistum von 1543 sind die Herren zu Reipoltskirchen, die 1366 das Dorf verpfändet hatten und es für sich 1545 wieder auslösten, mit den  Wild- und Rheingrafen die Akteure, und ab 1553 sind die Wild- und Rheingrafen von Grumbach die Besitzer. Fast 200 Jahre waren sie die Herren, eine Konstante in bewegten Zeiten mit dem Wechsel der Konfession, als die katholische Bevölkerung protestantisch werden musste, mit dem verheerenden Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) , nach dem Hochstätten nur noch um die 80 Einwohner hat, und dem Pfälzischen Krieg (1688-1697) mit den Verwüstungen durch die Franzosen.

1755 verkauft Graf Walram von Grumbach das Dorf an Christian IV. von Pfalz-Zweibrücken. Dreizehn Jahre später tauschen Pfalz-Zweibrücken und die Kurpfalz Territorien, und Hochstätten gehört von da an zur Kurpfalz und wird vom Oberamt Bad Kreuznach verwaltet. Vielleicht war in dieser Zeit der Neubau der Kirche, der 1772 erfolgt, für die Menschen in Hochstätten viel bedeutsamer. Damals wird die kleine Kapelle westlich des großen Kirchturms abgerissen und ein neues Langhaus in südlicher Richtung gebaut. Die heutige Form und Ausstattung der Kirche ist aus dieser Zeit, auch die 1777 vom Philipp Daniel Schmidt aus Meisenheim gebaute Orgel. Eine große Leistung für eine Gemeinde mit rund 200 Einwohnern!

Zwanzig Jahre später, im Jahre 1792, geht es ihnen wie allen Bewohnern der linken Rheinseite: Sie werden französisch. Die Französische Revolution hat u.a. lang dauernde Wirkungen mit den Reformen von Recht und Verwaltung, dem Code Napoleon, dessen Gesetze in der bayerischen Pfalz auch nach 1815 noch gelten. Hochstätten gehört zum Departement Mont-Tonnerre (Donnersberg), Arrondissement Kaiserslautern, Kanton Obermoschel, Mairie Ebernburg. Erst 1815 ist die „Franzosenherrschaft“ vorbei, die 302 freien Einwohner werden Untertanen der zu Bayern gehörenden Pfalz. Der „Bayerische Rheinkreis“ mit der Hauptstadt Speyer wird seit 1836 „Rheinpfalz“ genannt.

Das „bayerische Jahrhundert“ bis zum Ersten Weltkrieg bringt allmähliche, aber doch tiefgreifende Veränderungen. Der Straßenbau ab den 1830er Jahren und besonders die Eisenbahn im Alsenztal nach 1871 beschleunigen das Leben und eröffnen neue Möglichkeiten von Arbeit, Handel und Transport. Bad Kreuznach ist 1830 fast drei Stunden Fußweg entfernt, 1910 mit der Eisenbahn nur noch 20 Minuten. Die Bevölkerungszahl wächst stark an. Überraschend ist im 19. Jh. der hohe Anteil der Bürger mit „israelitischer Konfession“: Die jüdische Kultusgemeinde hatte 1825 bereits 39 Mitglieder, und 1837 sind von den 511 Einwohnern 408 protestantisch, 53 „israelitisch“ und 50 katholisch. Hochstätten hat als eine der wenigen Gemeinden der Region zwei jüdische Friedhöfe. Der alte liegt außerhalb des Dorfes und wird bis 1924 belegt, der neue ist Teil des allgemeinen Friedhofs, der Mitte des 19. Jh. angelegt wurde. Dort wurden 1915 bis 1935 auch jüdische Mitbürger begraben. Seit 1933 sind viele weggezogen, auch ins Ausland. Fünf gebürtige Hochstätter finden 1942/43 den Tod im Konzentrationslager.

Die Steinhauerei spielt nach 1870/71 zwei Generationen lang eine große Rolle, es werden mehrere Steinbrüche in der Gemarkung erschlossen. Der Sandstein aus Hochstätten wird bis ins Ruhrgebiet und nach Hessen geliefert. Die Sandsteine der Nordpfalz werden im 19. Jh. geschätzt, weil sie von guter Qualität sind, gut zu bearbeiten und preisgünstig, wenn auch nicht extrem dauerhaft. Die Wählerliste zur Nationalversammlung von 1918 nennt bei 21 Wahlberechtigten den Beruf des Steinhauers. Zahlreiche Häuser dieser Zeit aus Sandstein zeigen heute noch den Baustoff und den zunehmenden Wohlstand zumindest einiger Familien. Mit neuen Baustoffen wie Bims und Beton kann der Sandstein nicht mehr konkurrieren, es bleibt eine kleinbäuerliche Wirtschaft und die Suche nach Arbeit in der Ferne – wenn nicht gar ausgewandert wurde.

Die Landwirtschaft des Dorfes ist im 19. Jh. und noch Jahrzehnte darüber hinaus in kleine Besitztümer gegliedert, vorrangig als Mischwirtschaft  mit Ackerbau und  Viehhaltung und etwas  Obstbau zur Selbstversorgung, auch mit dem Weinbau, wobei mit dem Wein aber kein weiträumiger Handel getrieben wird; vieles wird als „Haustrunk‘“ konsumiert. Erst in den 1930er Jahren, als die Schäden durch die Reblaus überwunden, neue Weinberge als „Notstandsmaßnahme“ durch den Reichsarbeitsdienst angelegt und die Genossenschaftskellerei der Nahewinzer gegründet war, verbesserte sich die Situation für die Winzer.

In Hochstätten macht sich in den fünfziger und sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein starker Strukturwandel bemerkbar. Nach dem Zweiten Weltkrieg wollten viele an die Wirtschaftsform davor anknüpfen, doch die Mechanisierung und Industrialisierung, die neuen Transportmöglichkeiten und die Konkurrenz aus dem In- und Ausland zeigen Folgen. Der Weinbau wird rückläufig; die Reben wachsen auf schwer zu bewirtschaftenden Steillagen. Die Weinberge sind zwar gut durch Wege erschlossen, aber nicht alle maschinell zu bewirtschaften. Viele kleine und Nebenerwerbsbetriebe betreiben zuerst noch den gewohnten Mischbetrieb weiter, und die Landwirtschaft nimmt teil am allgemeinen Aufschwung, die Mechanisierung hält auch hier ihren Einzug mit Traktoren, Mähbindern und Mähdreschern. Gleichzeitig nimmt die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe stetig ab. 1950 sind es 71 Betriebe, 1971 nur noch 30. Im Jahr 2019 ist ein landwirtschaftlicher Vollerwerbsbetrieb übrig, drei Weingüter erzeugen und vermarkten Wein.

In gut erreichbarer Nähe werden Arbeitsplätze im produzierenden Gewerbe geschaffen (z.B. Michelin Bad Kreuznach, Keiper-Recaro in Rockenhausen), und es gibt damit eine Alternative zur wenig ertragreichen Landwirtschaft. Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich eröffnen neue Möglichkeiten, die zum Teil mit längeren Pendlerwegen zwischen Wohn- und Arbeitsort verbunden sind. Dies charakterisiert auch die heutige Situation als Wohnort für Auspendler. Viele sind mit dem Pkw in das Rhein-Main-Gebiet unterwegs, obwohl Hochstätten heute im „Rheinland-Pfalz-Takt“ zu jeder Stunde in jede Richtung gut angebunden ist. Mainz und Kaiserslautern sind nur gut 45 Minuten mit der Bahn entfernt.

Die wirtschaftliche Randlage im Wirtschaftsraum Rhein-Main ist nicht zu ändern, die politische auch nur begrenzt. In der bayerischen Pfalz (1816-1945) und im rheinland-pfälzischen Regierungsbezirk Pfalz (ab 1946) war Hochstätten mit den Gemeinden Altenbamberg, Ebernburg, Feilbingert und Hallgarten im Bürgermeisteramt Ebernburg zusammengefasst. 1969/70 findet eine große Verwaltungsreform statt, die u.a. die genannten Nordpfalzgemeinden dem Landkreis Bad Kreuznach zuschlägt. Mit fünf Gemeinden an der Nahe und der Stadt Bad Münster am Stein bilden sie die Verbandsgemeinde Bad Münster am Stein- Ebernburg (VG BME). Damit war auch der Wechsel vom Regierungsbezirk Rheinhessen-Pfalz in den Regierungsbezirk Koblenz verbunden. Koblenz ist genau so weit weg wie Neustadt/Weinstraße, die Gemarkungsgrenze ist seitdem auch die Kreis- und Bezirksgrenze. Aus Traditionsgründen wechseln die Kirchengemeinden nicht mit. Die Protestanten in Hochstätten bleiben im Dekanat Obermoschel der Pfälzischen Landeskirche, die Katholiken dem Bistum Speyer zugehörig.

Durch die seit 2008 heftig diskutierte Kommunal- und Verwaltungsreform wird Hochstätten nach der Zerlegung der VG BME mit den ehemals pfälzischen Nachbargemeinden Altenbamberg, Feilbingert und Hallgarten ab dem 01.01.2017 Teil der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach. Jetzt sind die ehemals nordpfälzischen und rheinhessischen Gemeinden im Süden und Osten der Stadt Bad Kreuznach zusammengefasst. Die Randlage bleibt, aber das muss ja kein Nachteil sein, wenn man sich an positiven Aspekten wie erschwinglichem Wohnen und guter Verkehrsanbindung, intakter Natur vor der Haustür und funktionierendem Vereinsleben im Dorf orientiert.

Das dörfliche Leben spielt sich – was Feiern und Feste angeht – meist im kurz nach dem Beginn des 20. Jh. errichteten Gemeindesaal und im Dorfgemeinschaftshaus ab. Im Saal finden Konzerte, Theater, Fastnachtsveranstaltungen und ein Teil der Kerb statt. Jeden Montag wird dort die Gymnastikabteilung des FVH aktiv. Das Dorfgemeinschaftshaus am Rathausplatz beherbergt in einem kleinen Raum die Erdgeschoss die Gemeindebücherei, die oberen Räume sind für Sitzungen des Gemeinderates und dienen dem Männerchor „Germania“ mit Musikabteilung und Gemischtem Chor ebenso wie dem Verkehrsverein, dem VdK und der SPD für ihre Veranstaltungen und für Familienfeiern. Die protestantische Kirchengemeinde hat für den Kindergottesdienst und die Sitzungen des Presbyteriums das ehemalige Feuerwehrhaus neben der Kirche zur „Kerchestubb“ umgebaut. Die Feuerwehr hat die Straßenseite gewechselt und nutzt den ehemaligen Dorfladen.

Geleistet werden kann im finanzschwachen Hochstätten nur etwas, wenn beträchtliche Eigenleistungen erbracht werden. Das funktioniert in den letzten Jahrzehnten noch recht gut. Der Sportplatz, der Bau des Sportheimes oder die Renovierungsarbeiten im Gemeindesaal und Dorfgemeinschaftshaus, beim Bolzplatz  und Spielplatz zeigen solche Beispiele von Gemeinsinn, auch wenn es oft eine überschaubare Zahl  von Personen war, die sich an den Arbeiten beteiligt haben. Auch nach den Überschwemmungen, die der Leischbach am 30.Mai 2016 im Dorf verursacht hat, stand man zusammen und half den Betroffenen. Hoffen wir, dass die 650 Einwohner große kleine Dorfgemeinschaft weiterhin funktioniert.-

Von Norden:
B 48 von Bad Kreuznach in Richtung Kusel, Kaiserslautern, Lauterecken. Der Sportplatz ist am Ortseingang auf der linken Seite.

Von Osten:
B 420 von Wöllstein in Richtung Kusel, Lauterecken. Am Ortseingang erste Straße rechts (Fürfelderstraße). Bis Ende durchfahren, dann rechts abbiegen und der Hauptstraße bis Ortsende in Richtung Bad Kreuznach folgen. Sportplatz ist am Ortsende auf der rechten Seite.

Von Süden:
B 48/B 420 von Alsenz in Richtung Bad Kreuznach. Achtung Straße teilt sich vor dem Ortseingang. Hier links abbiegen auf die B 48. Der Hauptstraße bis zum Ortsende folgen. Sportplatz ist am Ortsausgang auf der rechten Seite.

Ehrenmitglieder des FV Hochstätten

Beck, Karl
Döring, Armin
Höhn, Norbert
Katzenbächer, Gerhard
Kreischer, Karl-Hans
Kreischer, Alfred
Kron, Albert
Kunz, Walter
Laubenstein, Otto
Mannweiler, Klaus
Puff, Horst
Rudolph, Ernst
Schmidt, Kurt
Stumpf, Wilhelm
Theobald, Heinrich
Unkrich, Willi
Wendling, Kurt

Langjährige Mitglieder ab 40 Jahre Mitgliedschaft aufwärts:

70 Jahre und mehr:

Laubenstein, Otto

60 Jahre und mehr:

Kron, Albert
Katzenbächer, Gerhard
Kreischer, Karl-Hans
Schmidt, Kurt
Wendling, Kurt
Kunz, Walter
Unkrich, Willi
Puff, Horst
Rudolph, Ernst
Mannweiler, Klaus
Beck, Karl
Höhn, Norbert
Theobald, Heinrich

50 Jahre und mehr:

Kreischer, Alfred
Stumpf, Wilhelm
Döring, Armin
Bumb, Horst
Staab, Klaus
Veiock, Reiner
Spuhler, Erich
Büttner, Hartmut
Unckrich, Theo
Jochim, Michael
Döring, Uta
Döring, Bernd
Kreischer, André
Lintgen, Frank

40 Jahre und mehr:

Dindorf, Alfred
Mannweiler, Walter
Schenk, Ralf
Dindorf, Armin
Schenk, Hartmut
Simon, Hermann
Stumpf, Stefan
Kron, Uwe
Kron, Kurt
Jung, Uli
Klein, Thomas
Kunz, Thorsten
Schenk, Thomas
Pietsch, Egon
Kron, Manfred
Rauth, Günter
Schmidt, Hans
Geyer, Markus
Heil, Karl
Pohl, Markus
Feickert, Jürgen
Mohr, Irmtraud
Unckrich, Carmen

§ 1 Name, Sitz, Vereinsjahr, Vereinsfarben

Der am 27.9.1919 gegründete Verein führt den Namen Fußballverein 1919 e.V. und hat seinen Sitz in Hochstätten. Er ist unter Nr. VR 679 in das Register des Amtsgerichts Bad Kreuznach eingetragen. Das Vereinsjahr läuft vom 1.1. bis 31.12.  Die Vereinsfarben sind schwarz-weiß.

§ 2 Vereinszweck

Der Verein bezweckt die körperliche und charakterliche Ertüchtigung seiner Mitglieder durch die planmäßige Pflege und Förderung aller Leibesübungen auf gemeinnütziger Grundlage. Zu diesem Zweck stellt der Verein seinen Mitgliedern sein gesamtes Vermögen insbesondere seine Sportanlagen und Baulichkeiten zur Verfügung. Alle laufenden Einkünfte werden aus-schließlich zur Bestreitung der Ausgaben verwendet, die zur Erreichung der Vereinszwecke notwendig sind. Der Verein ist frei von politischen, rassischen und religiösen Tendenzen.

§ 3

Zur Erreichung der in § 2 festgelegten Ziele wird ausdrücklich bestimmt: Der Verein bezweckt lediglich die in § 2 genannten Ziele; er darf keinen Gewinn erstreben. Die Mitglieder erhalten keinerlei Gewinnanteile oder sonstige Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. Sie haben keinen Anteil an Vereinsvermögen und haben weder bei ihrem Austritt aus dem Verein noch bei Auflösung des Vereins irgendwelchen Anspruch auf das Vereinsvermögen. Die Vereinsämter sind Ehrenämter. Es dürfen keine unverhältnismäßig hohen Vergütungen (Angestelltengehälter) gegeben und keine Verwaltungsausgaben gemacht werden, die dem Zwecke des Vereins fremd sind.

§ 4

Verbleiben nach Deckung der laufenden Ausgaben noch Überschüsse, so werden sie zur Ansammlung eines Zweckvermögens verwendet. Die Ansammlung des Zweckvermögens ist erforderlich, um einen für die Zwecke des Vereins notwendigen Sportplatz zu schaffen bzw. die vorhanden Spielanlage zu verbessern. Es darf nur für diesen Zweck verwendet werden.

§ 5

Der Verein gehört dem Südwestd. Fußballverband als Mitglied an und ist den Satzungen dieses Verbandes unterworfen.

§ 6 Mitgliedschaft

Mitglied des Vereins kann jeder Mann und jede Frau werden. Der Verein besteht aus ordentlichen Mitgliedern, jugendlichen Mitgliedern und Ehrenmitgliedern. Als ordentliches Mitglied gelten Erwachsene, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Zur Vereinsjugend zählen alle Mitglieder bis zum 18. Lebensjahr. Personen, die sich um die Sache des Sports oder den Verein verdient gemacht haben, können auf Vorschlag des Vorstandes von der Generalversammlung unter Zustimmung von zwei Drittel der erschienen stimmberechtigte Mitglieder zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Die Ehrenmitglieder haben das Recht ordentlicher Mitglieder, sind aber von der Beitragspflicht befreit.

§ 7

Mitglied kann jede unbescholtene Person werden. Der Antrag auf Aufnahme als Mitglied des Vereins ist unter Angabe von Namen und Vornamen, Beruf, Alter und Wohnung schriftlich einzureichen. Bei Minderjährigen ist die Unterschrift des gesetzlichen Vertreters als Zustimmung hierzu abzugeben. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. Er ist nicht verpflichtet, dem Antragsteller die Gründe seiner evtl. Ablehnung anzugeben. Mit der Anmeldung unterwirft sich jeden Mitglied den Bestimmungen dieser Satzung.

§ 8 Rechte und Pflichten der Mitglieder

Die ordentlichen Mitglieder haben alle Rechte und Pflichten, die sich aus der Satzung und der Zweckbestimmung des Vereins ergeben, insbesondere auch das aktive und passive Wahlrecht. Ehrenmitglieder sind von der Zahlung jeglichen Beitrags befreit. Die Mitglieder sind verpflichtet, die Interessen des Vereins nach Kräften zu fördern sowie Beschlüsse der Vereinsorgane zu befolgen. Außerdem werden die Mitglieder zu Arbeitsleistungen herangezogen.

§ 9

Der Mitgliedsbeitrag ist im Voraus zu entrichten und kann jährlich, vierteljährlich oder monatlich bezahlt werden. Die Mitgliedsbeiträge setzt die Jahreshauptversammlung (Generalversammlung) fest. Der Vorstand kann auf Antrag Beitragserleichterung gewähren.

§ 10 Verlust der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod, freiwilligen Austritt und durch Ausschluss aus dem Verein. Verpflichtungen dem Verein gegenüber sind bis zum Ablauf des laufenden Kalendervierteljahres zu erfüllen. Die Austrittserklärung ist unter Rückgabe des Mitgliedsausweises schriftlich an den Vorstand zu richten. Der Austritt ist nur zum Schluss eines Kalendervierteljahres unter Einhaltung einer Frist von 6 Wochen zulässig. Ein Mitglied kann, nach vorheriger Anhörung, vom Vorstand aus dem Verein ausgeschlossen werden: wegen Nichterfüllung satzungsmäßiger Verpflichtungen und Nichtbefolgen von Anforderungen der Vereinsleitung, wegen Nichtzahlung von 6 Monatsbeiträgen trotz Aufforderung, wegen eines schweren Verstoßes gegen die Interessen des Vereins und unsportlichen Verhaltens, wegen unehrenhafter Handlungen. Mit dem Ausscheiden eines Mitgliedes erlöschen sämtliche durch die Mitgliedschaft erworbenen Anrechte an den Verein, dagegen bleibt das ausscheidende Mitglied für alle Verpflichtungen die zum Zeitpunkt seines Ausscheidens bestanden, haftbar.

§ 11 Stimmrecht Jugendlicher

Jugendliche Mitglieder haben in der Jahreshauptversammlung und bei Wahlen des Vereins bis zum vollendeten 18. Lebensjahr kein Stimmrecht. Bei der Wahl des Jugendleiters haben jugendliche Mitglieder des Vereins volles Stimmrecht.

§ 12 Organe des Vereins

Organe des Vereins sind die Jahreshauptversammlung (Generalversammlung) und der Vorstand. Der Vorstand wird von der Hauptversammlung (Generalversammlung) auf die Dauer von 3 Jahren durch einfache Stimmenmehrheit gewählt. Scheidet ein Vorstandsmitglied während des Geschäftsjahres aus irgendwelchen Gründen aus, so kann der Vorstand bis zur nächsten Generalversammlung einen Ersatzmann bestimmen. Auch im Rahmen von Neuwahlen und Ergänzungswahlen nicht besetzte Positionen können vom aktuellen Vorstand bis zur nächsten Generalversammlung kommissarisch mit Personen besetzt werden. Die Vorsitzenden vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich; jeder allein ist vertretungsberechtigt. Dem Vorstand obliegen die Vereinsleitung und die Erledigung sämtlicher Vereinsgeschäfte im Benehmen mit den vorhandenen Ausschüssen. Der Vorstand besteht aus: bis zu 3 Vorsitzenden (mindestens jedoch 2), dem Kassenwart, dem stellvertr. Kassenwart, dem Schriftführer, den Abteilungsleitern, sowie bis zu 12  Beisitzern. Es bleibt dem Vorstand vorbehalten, den Beisitzern Aufgabenbereiche zuzuordnen. Der Vorstand entscheidet mit einfacher Stimmenmehrheit; bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimmenmehrheit bei den Vorsitzenden. Sofern die anfallenden Arbeiten das zumutbare Maß ehrenamtlicher Tätigkeit übersteigen, kann der Vorstand einen Geschäftsführer und weitere benötigte Kräfte anstellen.

§ 12a 1.

Der Verein unterhält die folgenden Abteilungen: für Fußball je eine für -        die Aktiven -        die Jugend -        die Alten Herren sowie eine Abteilung für Breiten- und Freizeitsport 2. Der Vorstand hat das Recht, weitere Abteilungen zu gründen und bis zur nächsten Generalversammlung einen Leiter zu benennen. 3. Für eine ordnungsgemäße Abwicklung der Aufgaben der Abteilungen ist der jeweilige Leiter im Rahmen dieser Satzung sowie der Beschlüsse der Generalversammlung und des Vorstandes verantwortlich.

§ 13

Die Jahreshauptversammlung (Generalversammlung) findet jährlich nach Schluss des Geschäftsjahres, spätestens bis 31.3. statt. Die Einberufung muss mindestens 14 Tage vor dem Stattfinden schriftlich oder durch Aushang im Vereinskasten geschehen und die vom Vorstand festzusetzende Tagesordnung enthalten. Folgende Punkte unterliegen der Beschlussfassung durch die Jahreshauptversammlung (Generalversammlung): Entlastung der Vorstandschaft Wahl des Vorstandes, des Ältestenrates und der Rechnungsprüfer, Satzungsänderungen mit Ausnahme § 3, Festsetzung der Aufnahmegebühr und der Mitgliedsbeiträge, Angelegenheiten, die vom Vorstand zur Beratung gestellt werden, Anträge ordentlicher Mitglieder Auflösung des Vereins

§ 14

Anträge ordentlicher Mitglieder an die Jahreshauptversammlung (Generalversammlung) müssen mindestens 3 Tage vor dem Stattfinden schriftlich an den Vorstand eingereicht werden.

§ 15

Jedes in der Hauptversammlung (Generalversammlung) anwesende ordentliche Mitglied und jedes Ehrenmitglied hat eine Stimme. Stimmrechtsübertragungen sind unzulässig. Alle Beschlüsse der Versammlungen werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst, soweit diese Satzung nichts anderes bestimmt. Die Leitung der Versammlung obliegt einem Vorsitzenden; er entscheidet bei Stimmengleichheit.

§ 16

Außerordentliche Jahreshauptversammlung (Generalversammlung) kann der Vorstand im Bedarfsfalle einberufen. Er muss es tun, wenn ein Fünftel der ordentlichen Mitglieder einen entsprechenden Antrag stellen. Die Einberufung hat 14 Tage vor dem Stattfinden der außerordentlichen Generalversammlung zu erfolgen.

§ 17 Vereinsausschüsse

Zur Vorbereitung und Durchführung von besonderen Aufgaben können auf Vorschlag des Vorstandes von der Jahreshauptversammlung Ausschüsse gewählt werden. Die Ausschüsse unterliegen der Weisungsbefugnis des Vorstandes.

§ 18 Strafen

Wegen Verstoßes gegen die Bestimmungen der Satzung ist der Vorstand berechtigt, folgende Strafen über die Mitglieder zu verhängen: Verweis Geldstrafe bis 20,00 Euro Disqualifikation bis zu einem Jahre ein zeitlich unbegrenztes Verbot des Betretens und der Benutzung der Sportanlagen Ausschluss aus dem Verein Der Bescheid ist mit einem eingeschriebenen Brief zuzustellen.

§ 19 Ältestenrat

Der Ältestenrat besteht aus fünf Mitgliedern, die dem Verein mindestens 25 Jahre angehören müssen. Er wird von der ordentlichen Mitgliederversammlung auf die Dauer von drei Jahren gewählt und ist zuständig als Berufungsinstanz gemäß § 10.

§ 20 Rechnungsprüfer

Die von der ordentlichen Jahreshauptversammlung auf drei Jahre zu wählenden 2 Rechnungsprüfer haben das Recht zur jederzeitigen Kontrolle. Daneben haben sie die Pflicht, in viertel-jährlichen Abständen die Kasse mit allen ihren Unterlagen zu prüfen und dem Vorstand und der Mitgliederversammlung das Ergebnis ihrer Prüfung schriftlich zu berichten. Bei den Prüfungen ist ihnen das gesamte Rechnungsmaterial vorzulegen.

§ 21 Haftpflicht

Der Verein haftet mit den Mitgliedern gegenüber nicht für die aus dem Spielbetrieb ent-standen Gefahren und Sachverluste.

§ 22 Auflösung

Sinkt die Mitgliederzahl unter 12 herab oder ist der Verein außerstande, seinen Zweck zu erfüllen, so können die Mitglieder die Auflösung beschließen. Die Auflösung des Vereins kann nur in einer ordentlichen Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von drei Viertel der erschienen Mitglieder beschlossen werden. Das bei der Auflösung vorhandene Vereinsvermögen fällt der Gemeinde Hochstätten, mit der Auflage es ausschließlich für Sportzwecke zu verwenden, zu.

§ 23 Inkrafttreten

Diese Satzung tritt mit ihrer Eintragung ins Vereinsregister in Kraft und tritt an die Stelle der gleichzeitig außer Kraft tretenden bisherigen Satzung.