Start Vereinsgeschichte

Vereinsgeschichte

Beitragsseiten
Vereinsgeschichte
Vor -und Nachkriegszeit
Sportliche Entwicklung
Geschichte und Gegenwart
Alle Seiten

 

Seit mehr als zwei Generationen wird in Hochstätten Fußball gespielt. Wahrscheinlich müssten wir mittlerweile sogar schon das hundertjährige Jubiläum feiern, wenn es nur darum ginge, dass junge Leute in Hochstätten auf einer Wiese hinter einem Ball herliefen und versuchten, beim Gegner ein Tor zu erzielen. Erfasst werden kann hier aber nur das Fußballspielen im Verein. Eine Chronik des Vereins kann an dieser Stelle nicht geschrieben werden. Wir müssen uns mit einigen Streiflichtern begnügen, die zwangsläufig lückenhaft bleiben. Sie werden hoffentlich auch in dieser Unvollständigkeit einen Eindruck von den Leistungen der Menschen in unserem Fußballverein und von den Veränderungen in diesem dreiviertel Jahrhundert vermitteln können.

Die Vereinsgründung

Die sportliche Betätigung wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts auch in den Dörfern der Nordpfalz immer bedeutender. Das Messen der eigenen Fähigkeiten mit anderen, der Ausgleich für die alltäglichen Mühen, die Geselligkeit und Kameradschaft mit gleichgesinnten waren die wichtigsten Gründe dafür.

Am 8. Juni 1911 wird ein "Turnverein Hochstätten e.V." beim Amtsgericht in Obermoschel in das Vereinsregister eingetragen. Der Verein war am 8. Februar 1911 gegründet worden und hatte sich "eine möglichst allseitige Ausbildung des Körpers und sittliche Förderung seiner Mitglieder" zum Ziel gesetzt. Der Turnverein bestand bis zur Zusammenlegung mit dem FVH in den dreißiger Jahren.

Neben dem Turnen und der "Athletik" war in dieser Zeit auch die Begeisterung für den Fußballsport groß, wie uns die Festschrift zum 50. Jubiläum des FVH berichtet. Junge Männer wie Philipp Schneider, Willi Unkrich, Emil Lamb und Christian Schwab sammelten Geld für einen Fußball und schossen sich das Leder in ihrer Freizeit auf dem Bahnhofsgelände zu.

Nach Kriegsende 1918, als die jungen Männer wieder in ihre Heimat zurück gekehrt waren, war es unbefriedigend, weiterhin nur so unorganisiert "herumzukicken". Die Idee einen Fußballverein zu gründen, nahm Gestalt an. Schließlich wollte man seine Kräfte mit anderen Mannschaften messen.

Im Sommer 1919 wurde dann der Fußballverein Hochstätten gegründet. Gründungsmitglieder waren Otto Christmann, Edmund Felsenthal, August Kunz, Richard Lamb, Andreas Leonhard, Willi Schmidt, Robert Schneider und Hans Seib. Vorsitzender wurde Willi Schmidt. Hinzu kamen dann Theo & Karl Schneider, Karl Leonhard, Karl Kron, Albert Schick und Heinrich Unkrich.

Monatlich wurden 10 Pfennig Beitrag erhoben. Geld für Trikots war nicht vorhanden und man beschaffte sich eine schwarze Sporthose und ein weißes Hemdchen mit Abzeichen. Auch die Fußballschuhe kaufte sich jeder selbst. Von dem kleinen Beitrag konnte man nur die Bälle bezahlen. Leider war noch kein Sportplatz vorhanden und man trainierte auf den Wiesen Vorhoien. Einem Verband gehörte der schwache Verein noch nicht an und es kam nur ab und zu ein Freundschaftsspiel zustande. Das erste fand gegen Alsenz statt und ging mit 11:0 verloren. Der Mut sank aber nicht und beim Spiel gegen die zweite Mannschaft von Ebernburg verlor man nur 4:2, was schon als großer Aufschwung angesehen wurde. Fahrtauslagen gab es nicht, denn man ging begeistert zu Fuß oder benutzte das Fahrrad. Beim passiven Widerstand z.B. marschierten die Aktiven zu einem Spiel gegen Odernheim geschlossen hin und zurück. Im Jahre 1927 wurde auf dem Vogelfang mit eigenen Kräften ein Fußballplatz notdürftig hergerichtet und der Verein trat nun in die Kreisklasse ein. Der neu geschaffene Platz war aber zu abgelegen, steinig und hängig, sodass man von 1930 an wieder auf den Wiesen spielte.

Schwierige Anfangsjahre

Der Spielbetrieb in den zwanziger Jahren unterschied sich recht deutlich von dem heutigen. Nicht nur, dass die Rahmenbedingungen wie Sportplatz, Sportheim, Ausrüstung und Transportmöglichkeiten schlecht oder zeitweise gar nicht vorhanden waren- auch regelmäßige Spiele waren noch nicht durchgehend möglich.

Allmählich wurde der Sportbetrieb in den folgenden Jahren regelmäßiger. Die Hochstätter Fußballer nehmen in der Spielzeit 1927/1928 an den Verbandsspielen des Kreises Rockenhausen teil. Zu den Gegnern gehören Alsenz, Enkenbach, Weidenthal und Marnheim. Die Zahl der Spiele blieb, mit heute verglichen, recht gering. Die Winterpause dauerte mehrere Monate und im Sommer konnten viele Vereine - wie auch der FVH -, die nicht über eine eigene Spielfläche verfügten, nur so lange auf den Wiesen spielen, wie der Bewuchs es zuließ. Nach der Heuernte ging es dann meist erst im September weiter.

Oft war es auch schwierig, zu den entfernt gelegenen Spielorten zu kommen. Per Bahn, manchmal mit dem Auto, seltener mit dem Bus, oft aber mit dem Fahrrad oder zu Fuß wurden die Wege zu den Auswärtsspielen zurückgelegt.

Ende 1931 wird der Fußballverein ein "e.V."
Zuvor hatte die Generalversammlung am 29.8.1931 eine Satzung genehmigt, aus der auch das genaue Gründungsdatum ersichtlich wird: Demnach ist der FVH am 27.9.1919 gegründet worden.

Ab April 1932 konnte der Verein den von der Reichsbahn ausgebeuteten Steinbruch an der Straße nach Alsenz pachten. Dort wurde aus eigener Kraft, mit Zuschüssen des Fußballverbandes und der Gemeinde sowie mittels eines Darlehns ein Hartplatz angelegt. Genau 60 Jahre, bis 1992, wurden die Fußballspiele in Hochstätten dort ausgetragen. Der Platz litt allerdings von Anfang an darunter, dass er nicht ganz den vorgeschriebenen Maßen entsprach. Trotzdem kam mit der Möglichkeit, regelmäßig zu trainieren, auch der sportliche Erfolg.

 



 
Unsere Sponsoren